Graz zählt mit heutigem Tag 300.941 BewohnerInnen – deshalb ist der Rahmenplan für Reininghaus für die Stadt besonders wichtig
Nach jahrelangen gemeinsamen Vorbereitungen durch die Stadt Graz und Asset One steht bei der Entwicklung des geplanten neuen Stadtteils Graz-Reinighaus ein Meilenstein bevor: Der Gemeinderat entscheidet in seiner Februar-Sitzung über die Annahme eines technischen Rahmenplans, der die künftige Gestaltung und Flächenverteilung auf den Gebieten Städtebau, Verkehr und Grünraum festlegt. Dieser Rahmenplan, ist ein Auftrag für die städtischen Fachabteilungen, diese Vorgaben in ein konkretes Konzept zu gießen.
Bürgermeister Siegfried Nagl: „Graz wächst, mit heutigem Tag leben in Graz mehr 300.941 Menschen 257.868 mit Hauptwohnsitz und 43.073 mit Nebenwohnsitz. Deshalb ist es mein Ziel, in Reininghaus einen neuen attraktiven Stadtteil anbieten zu können.“
Rund 100 Hektar umfasst das gesamte Entwicklungsgebiet Graz-Reininghaus, das in den kommenden Jahrzehnten sukzessive in einen eigenen Stadtteil verwandelt werden soll. Derzeit herrscht dort die ausgewiesene Nutzung „Gewerbegebiet“ vor – allerdings sollte nur ein kleiner Teil diese Funktion behalten, während der Großteil des Areals in Kern- und Wohngebiet sowie Grünland und Verkehrsflächen umgewidmet werden soll.
Welche Flächen wofür vorzusehen sind, ist unter anderem Inhalt des konkreten Rahmenplans, der am Donnerstag, 25. Februar, dem Grazer Gemeinderat vorgelegt wird. „Bei einer Beschlussfassung müssten die Revision des Stadtentwicklungskonzepts und des Flächenwidmungsplans von den zuständigen Fachabteilungen der Stadt ebenfalls in diese Richtung überarbeitet werden“, stellt Stadtbaudirektor DI Mag. Bertram Werle fest.
Was dem Baudirektor besonders wichtig ist: „Bei der Umwidmung soll auch eine Bebauungsplanpflicht für das gesamte Areal festgelegt werden!“ Wie in Graz üblich, würden in der Folge gemeinsam mit dem Investor im Vorfeld von Baumaßnahmen Wettbewerbe abgehalten, deren qualitativ hochwertige Siegerprojekte in Bebauungspläne gegossen werden. In dieser Vorgangsweise sieht Werle Vorteile für beide Seiten: Für den Investor bedeute das rasche Planungs- und Rechtssicherheit, die Stadt wiederum komme ihrer Steuerungsfunktion in idealer Weise nach.
Voraussetzung für das Entstehen des geplanten urbanen Stadtteils Graz-Reininghaus ist für den Stadtbaudirektor ein weiteres starkes Engagement der Stadt, denn: „Im öffentlichen Interesse gelegene Flächen, etwa für öffentlichen Grünraum, Erschließungsstraßen, Schulen, Kindergärten oder Pflegeeinrichtungen, müssen rechtzeitig gesichert werden!“ Der Rahmenplan umfasst übrigens alle bekannten Areale, die für die Entwicklung dieses Gebiets im Grazer Westen in den kommenden Jahren bis Jahrzehnten zur Verfügung stehen können. Der Plan geht damit über die Flächen der Asset One hinaus und schließt beispielsweise auch die Hummel-Kaserne ein. Kernpunkte der geplanten Entwicklung sind unterschiedlich genutzte Quartiere, ein öffentlicher Stadtteil-Park, eine gute Erschließung für sanfte Mobilität mit Fuß- und Radwegen sowie einer leistungsfähigen öffentlichen Verkehrsanbindung, Grünachsen und eine gute Vernetzung mit den benachbarten Bezirken.
Bürgermeister Nagl abschließend: „Damit steht allen potentiellen Investoren die Türe offen! Ich hoffe auf privates Engagement, jedenfalls wird aber die Stadt Partner sein müssen.“
Rückfragehinweis:
Thomas Rajakovics
Büro Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl
8011 Graz-Rathaus, Hauptplatz 1
Tel.: 0316 / 872-2000 – Fax: 0316 / 872-2009
0664/60 872-2002
thomas.rajakovics@stadt.graz.at
www.graz.at
Wolfgang Maget
Stadtbaudirektion Graz
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Europaplatz 20, 5. Stock, Zimmer 501, 8011 Graz
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