Reduktion des Überschwemmungsrisikos mit SUFRI
Auch das fast 49 Millionen Euro teure „Sachprogramm Grazer Bäche“ kann keinen absoluten Schutz gegen Hochwasser bieten. Deshalb starten Stadt, Land und Partner nun das Projekt SUFRI.
SUFRI – hinter dieser Abkürzung verbirgt sich übersetzt das Projekt „Nachhaltige Strategien für das Hochwasserschutzmanagement in Städten zur Beherrschung des Restrisikos mit nicht-technischen Maßnahmen“. Landesrat Johann Seitinger, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl und die Projektpartner vom Land Steiermark, der Technischen Universität Graz und der Karl-Franzens-Universität Graz stellten heute im MediaCenter des Rathauses vor, was sich hinter SUFRI verbirgt: In einem zweijährigen Forschungsprojekt sollen die bisherigen Strategien im Hochwasserschutz ergänzt und erweitert werden. Stadt Graz, Land Steiermark und der Bund investieren in den nächsten fünf Jahren zwar 48,5 Millionen Euro in das „Sachprogramm Grazer Bäche“ – damit ist der „Hochwasserschutz in Graz zwar auf einem hohen Level, aber kein Vollkaskoschutz“, so Landesrat Seitinger.
Konkret beschäftigt sich SUFRI mit
- Feststellung des Restrisikos und Umgang mit dem vorhandenen Restrisiko einer Überschwemmung
- Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung
- Verbesserung der Vorwarnsysteme
- Optimierung des Katastrophenschutzmanagements (Katastrophen-schutzübung)
Seitinger und Nagl betonten vor allem die Bedeutung der Eigenverantwortung der Bevölkerung: „Das Sachprogramm Grazer Bäche ist ein großes und wichtiges Projekt, aus einem Guss. Trotzdem werden Politik und Verwaltung nie kompletten Schutz gegen solche Naturereignisse bieten können, deshalb muss die Eigenverantwortung gestärkt werden. Dabei wollen wir die Bevölkerung beratend begleiten. Prävention im individuellen Bereich ist überaus wichtig! Rechtzeitige und umfassende Information der Bevölkerung und darauf aufbauend Selbstschutz ist also oberstes Gebot“, so das Stadtoberhaupt.
v. l.: DI Rudolf Hornich, Leiter Fachabteilung 19B - Schutzwasserwirtschaft und Bodenwasserhaushalt, Bgm. Mag. Siegfried Nagl, Landesrat Johann Seitinger, Univ.-Prof DI Dr. Gerald Zenz, Vorstand des Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft der Technischen Universität Graz und Univ.-Prof. Mag. Dr. Grossmann, Institut für Soziologie der Karl-Franzens-Universität Graz.
SUFRI ist Teil des auf Initiative der Europäischen Kommission gestarteten Forschungsnetzwerkes „ERA-Net CRUE“, Partner von Graz sind Städte mit ähnlichen Problemen in Sachen Hochwasser in Italien, Deutschland und Spanien. Von 24 europaweit eingereichten Projekten wurden nur acht als förderungsfähig bewilligt, SUFRI ist eines davon.
Unter DOWNLOADS ist ein Plan über die bereits fertig gestellten, in Bau befindlichen und geplanten Projekte des „Sachprogramms Grazer Bäche“ zu finden.
Foto: Stadt Graz / Fischer
Plan: Abt. für Grünraum und Gewässer/Waltl+Waltl
Rückfragehinweis:
Angela Schick
MAGISTRAT GRAZ
Magistratsdirektion
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
und Information
Media Center 1. Stock
8011 Graz-Rathaus
Tel.: + 43 (0) 316 / 872-22 24
Fax: + 43 (0) 316 / 872-22 29
E-Mail: angela.schick@stadt.graz.at
www.graz.at

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